LONGO Deutschland hält dank Keyline mit hocheffizienten Prozessen Auftrag im Land
„Um sich auf dem Markt zu behaupten, muss man immer wieder Zeichen setzen und stets eine Nasenlänge voraus sein. Innovationen und gute Ideen sind dazu Voraussetzung“ – das ist „Artikel 1“ der Firmenpolitik der Druckerei LONGO. Das vor gut 60 Jahren in Bozen in Südtirol gegründete Druckhaus lebt diesen Grundsatz mit Leidenschaft. 

So war LONGO der erste Druckbetrieb in Italien, der Andrucke auf einer Offsetmaschine fertigte – und die in Augsburg ansässige Longo Deutschland GmbH wurde konsequent zum Kompetenzzentrum für Digitaldruck, Print-on-Demand, Large Format-Print und E-Commerce entwickelt. Das Unternehmen sieht sich längst nicht mehr als reine Druckerei, sondern tritt für seine Kunden als Mediendienstleister auf.

Während am Hauptsitz hochvolumige Aufträge im Offsetdruck produziert werden, übernimmt das 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter starke Team in Augsburg Druckaufträge mit Auflagen von 1.000 Exemplaren – und kleiner, deutlich kleiner. Die effiziente Abwicklung solcher Jobs ist ohne eine leistungsfähige, IT-basierte Infrastruktur und die weitgehende Automatisierung der Prozesse kaum denkbar.

Die Entscheidung für Keyline
LONGO Deutschland setzte schon früh ein klassisches MIS ein, das sich aber über die Jahre als zu langsam und aufwändig erwies. Allein schon mit der Erfassung der Aufträge waren zwei Mitarbeiter beschäftigt. Außerdem konnte das System nicht die gesamte Wertschöpfungskette einer Druckerei abdecken.

Mit der Entscheidung für das Cloud-basierte Keyline wurde all dies anders. LONGO Deutschland-Chef Helfried Prünster: „Von der Kalkulation über die Produktion und Weiterverarbeitung bis hin zum Versand lassen wir nun alle Prozesse über Keyline laufen. Die Angebote sind jetzt oft in wenigen Minuten beim Kunden. Dabei können wir blitzschnell vergleichen, welche unserer Druckmaschinen günstiger ist – etwa der digitale Bogen- oder Rollendruck.“ Das Rückgrat des Maschinenparks von LONGO Deutschland bilden zwei Ricoh 7200SX für den Bogen- und eine Xeikon 8500 für den Rollendruck.

Prünster hat positive Erinnerung an die Einführung von Keyline: „Ich habe das Onboarding einer Software noch nie so erlebt. Wir hatten einen Tag pro Woche dafür eingeplant. Der erste Termin war Mitte November 2019, Anfang April 2020 lief dann schon alles über Keyline. Ein Grund dafür ist die klare Oberfläche und Struktur von Keyline. Alles ist sehr einfach zu bedienen, auch die Anlage der Maschinen konnten wir selbst erledigen.“

Für die SOS Kinderdörfer in Österreich betreibt LONGO Deutschland einen Bestellshop für Grußkarten.

40 Prozent über Corporate Printing-Portale
Bei LONGO Deutschland kommen etwa 60 Prozent der Aufträge aus dem klassischen Akzidenzbereich, dem Verpackungsdruck und der Buchproduktion. Die weiteren 40 Prozent werden über Corporate Print-Portale generiert, die derzeit von 30 Kunden genutzt werden.

Die Kunden verfolgen mit den Portalen unterschiedliche Ziele. Meist geht es darum, Filialen, Dienststellen oder Handelspartnern die Bestellung von Drucksachen zu ermöglichen, die nur bis zu einem gewissen Grad individualisiert werden können. Hier geht es um die kostengünstige Produktion von Kleinauflagen, die Minimierung der Lagerhaltung sowie die Einhaltung des Corporate Designs zur Stärkung der Marke. 

Die SOS Kinderdörfer in Österreich etwa betreiben über ein solches Print-on-Demand-Portal im Rahmen der Spendenakquise einen umfangreichen Bestellshop für Grußkarten. Die Spender können die Auflage frei angeben und die Karten auch individuell gestalten.

Weitere Beispiele sind der Malteser Hilfsdienst e.V, die Buchhandelskette Hugendubel und die Durst Gruppe, ein führender Hersteller digitaler Druck- und Produktionstechnologien. Die Mitarbeiter oder Vertriebspartner dieser Unternehmen können über die Portale Druckaufträge für standardisierte Marketingmaterialien an LONGO vergeben. 

Die über mehrere Jahre entwickelte Kompetenz stellt LONGO Deutschland auch anderen Druckereien zur Verfügung, entwickelt für diese ähnliche Corporate-Printing-Portale.

Automatisierte Auftragsanlage und Produktionssteuerung
Das LONGO-Team setzt diese Web-to-Print-Portale auf Basis des Shop-Systems Magento um. Ein eigens entwickelter Connector fungiert dabei als Middleware zwischen dem Shop und Keyline – dank der offenen Architektur von Keyline war diese Anbindung schnell realisierbar.

Nach der Bestellung über das Portal werden die Auftragsdaten der Jobs über den Connector in das Keyline-basierte Druckereimanagement übernommen. Dabei werden automatisch die Aufträge angelegt. 

Gleichzeitig spielt der Connector die Druckdaten in den PDF-Workflow ein. Das System steuert etwa bei fehlerhaften Druckdaten eventuell nötige Änderungs- und Freigabeprozesse. Nach der Freigabe des Jobs laufen die Produktionsplanung und -steuerung über Keyline automatisch ab.

Dank der über Keyline hocheffizienten Prozesse konnte LONGO einen Auftrag für die Produktion von Postkarten-Sets in Deutschland halten.


Hocheffiziente Prozesse halten Auftrag in Deutschland
Dank dieser hocheffizienten Prozesse können auch Mikroauflagen kostendeckend produziert werden. Damit konnte LONGO Deutschland auch die PAPER MOON Grand Galleries GmbH überzeugen – und damit deren Aufträge in Deutschland halten. Das Unternehmen produziert unter anderem Postkarten-Sets auf Basis von Motiven aus verschiedensten Bereichen. Für die Produktion bestanden schon Kontakte nach China. Dort hätten die Sets zwar billig hergestellt werden können – allerdings nur in hohen Auflagen.

Einsatz auch im Großformatdruck
LONGO Deutschland nutzt Keyline auch für die eigene Plattform www.tapeterie.com. Hier können Kunden Fototapeten mit den unterschiedlichsten Motiven bestellen. Das LONGO-Team produziert diese dann in Bahnen von 50 Zentimetern Breite im Großformatdruck (LFP). 

Im LFP-Bereich setzt LONGO die Hybrid-Maschine Fuji Acuity für Platten- und Rollendruck ein. Die unterschiedlichen Formeln, Rüstzeiten und Qualitäten sind eine Herausforderung. Helfried Prünster: „Viele MIS orientieren sich stark am doch ziemlich standardisierten Offsetdruck. Bei der Implementierung von Keyline merkt man, dass die Entwickler mitgedacht haben – man merkt, dass dort Leute tätig sind, die die Branche kennen.“

Keyline direkt an den Maschinen
Generell sieht Helfried Prünster die Keyline-App für das iPad als großen Vorteil: „Wir nutzen das sehr intensiv direkt an den Maschinen. Anfangs war es eine gewisse Umstellung, weg von der klassischen Jobtasche. Heute werden die Status der Aufträge sowie der Materialverbrauch über das iPad rückgemeldet und Lieferscheine gedruckt. So erreichen wir volle Transparenz über alle im Haus befindlichen Aufträge – das ist ein wichtiger Aspekt auch im Kundenservice.“

Dank der Integration mit Shipcloud können über das iPad auch gleich Versandetiketten für die verschiedenen Versanddienstleister erstellt werden.

Immer auf Stand zum Lagerbestand
Keyline übernimmt auch die Verwaltung des Materiallagers – einschließlich der Bestandsverwaltung von Papieren, Druckfarben und anderer Materialien. Bestellungen können auf Auftrags- oder Lagerbestandsbasis aufgegeben werden. Die Chargen in der Produktion können über die iPad-App dokumentiert werden. Die iPad-App wird auch für die Ein- und Auslagerung von Materialien und für die Inventur verwendet.

Die Zukunft: Eine integrierte Plattform für die gesamte Druckindustrie
Helfried Prünster freut sich schon auf den nächsten Innovationsschub, den die kommende Branchenplattform Zaikio bringen wird: „Der Ansatz der Zaikio-Plattform ist sehr clever und kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Digitalisierung und Automatisierung aller Prozesse zwischen allen Marktteilnehmern der Druckindustrie wird den Arbeitsfluss nochmal deutlich verschlanken und effizienter gestalten. Besonders interessant ist für uns Zaikio Procurement, das ja bereits verfügbar ist.“

Über das kostenlos nutzbare Modul Procurement können Druckbetriebe direkt aus ihrem gewohnten MIS heraus und ohne Mehrkosten derzeit Papier und später auch Druckfarben, Tinte, Platten oder sonstige Verbrauchsmaterialien bei verschiedenen Herstellern oder Händlern ordern. Dabei greift Zaikio Procurement direkt auf die Systeme der Lieferanten zu – Produktangaben, Verfügbarkeiten und Preise sind so immer aktuell. Die lästige Übernahme und Pflege von Materialdatenbanken ins MIS sowie zeitaufwändige telefonische Nachfragen gehören damit endlich der Vergangenheit an.

Zaikio Procurement ist über den Zaikio App Store verfügbar. Dieser bildet die Grundlage, über die Software-Anbieter ihre Applikationen in Zukunft untereinander vernetzen und Daten austauschen können. Druckereien jeder Größenordnung können somit ihr Geschäft digitalisieren, ohne über tiefgreifende IT-Kenntnisse verfügen zu müssen.